Traumatherapie und kausale Psychotherapie

Eine Therapie sollte mindestens so logisch sein,
wie die Logik des Problems...

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Übung: Atemzählen

Diese Übung dient dem Erhalt der Konzentration und dem Wiedergewinn der Kontrolle über den Körper.

Ausgangslage – Hier und Jetzt

Nachdem Sie die vorhergehende Übung „5-4-3-2-1" durchgeführt haben, sind sie in die Gegenwart zurückgekehrt, zumindest zum Teil. Sie konnten eine erste Beruhigung erreichen, indem Sie mit Ihren Gedanken an den Ort zurückgekehrt sind, an dem sich Ihr Körper befindet: Das Hier und Jetzt.

Ziel – Training und Erhaltung der Konzentration

Wir wollen obigen Effekt noch weiter verbessern und mit Hilfe des Atemzählens ihre Konzentrationsfähigkeit weiter fördern. Konzentration ist die basale Fertigkeit, Ihr Werkzeug, welches Sie sich als erstes wieder aneignen sollen. Mithilfe der Konzentration erhalten Sie eine Kraft, die es Ihnen ermöglicht, Ihre Steuerungsfähigkeit wieder zu erlangen, indem Sie dann später diese Konzentration auf ein Bild oder ein Erleben lenken, dass ihren augenblicklichen Zustand dann maßgeblich beeinflussen kann. Es ist eine Fähigkeit, die, wenn Sie Ihnen verloren gegangen ist, schnell wieder zu gewinnen ist. Es geht nun darum, Sie darin zu trainieren, sich länger im Hier und Jetzt aufzuhalten, sich zu konzentrieren auf die Gegenwart. Die folgende Übung werden Sie daher häufig üben, solange bis Ihre Konzentration zu einem brauchbaren Werkzeug herangewachsen ist. Die folgende Übung ist daher eine Basis-Übung. Führen Sie bitte zuvor die obige Aufmerksamkeitsübung „5-4-3-2-1“ durch.

Beschreibung der Atemübung: „Atemzählen“

Nehmen Sie Ihre bequeme Position ein: Den Pharaonensitz.

Tun Sie gleich bitte folgendes: zählen Sie Ihre Atemzüge von 1 bis 9. Einmal einatmen und wieder ausatmen = 1; einmal einatmen und ausatmen = 2 etc.. Das Ganze dann bis zu der Zahl 9. Dann fangen Sie wieder mit 1 an und zählen wieder bis 9. Das Ganze insgesamt dreimal.

Wesentlich bei dieser Übung ist, sich darauf zu konzentrieren dass man lediglich den Atem zählt, ohne bewusst Einfluss darauf zu nehmen.

Ziel ist es, zu schaffen, dreimal von 1 bis 9 zu zählen, ohne aufzuhören, bzw. sich unterbrechen zu lassen. Lassen Sie sich bitte dabei Zeit. Gut Ding braucht Weile nicht Eile. Es ist nicht von Bedeutung, ob Sie damit anfangs Schwierigkeiten haben, denn es ist eine Übung.

Bitte versuchen Sie nicht, störende Gedanken zu beseitigen, denn dann erst konzentrieren Sie sich auf sie. Lassen Sie sie vorbei ziehen, zählen Sie einfach im Geiste weiter. Stellen Sie sich die jeweilige Zahl bei jedem Atemzug vor Ihrem geistigen Auge vor. Lassen Sie sich Zeit, dann ist sie auf Ihrer Seite !

Bitte führen Sie diese Übung zusammen mit der Aufmerksamkeitsübung zunächst zwei- bis dreimal hintereinander durch. Einmal die Aufmerksamkeitsübung, dann das Atemzählen ein bis zweimal danach. Machen Sie nach der ersten Einheit eine Pause. Beobachten Sie die Wirkung dieser Übung auf ihren Körper. Welche Effekte haben sich eingestellt? Dann führen Sie die Atemübung erneut durch, beobachten Sie sich dann erneut, oder wenden Sie sich für einige Minuten anderen Dingen zu. Führen Sie dann noch einmal die Atemübung durch. Es ist nicht wichtig, wie lange Sie diese Übung durchführen, sondern wie häufig. In den Gruppen haben wir anfangs ebenfalls zwei bis drei Durchgänge hintereinander durchgeführt.

Bitte führen Sie diese Übung zunächst drei Tage lang mindestens zweimal täglich durch. Am besten morgens nach dem Aufstehen und abends bevor Sie sich ins Bett begeben. Wenn sie abends üben beenden Sie bitte eine halbe Stunde, besser noch eine Stunde vor dem Üben und dem anschließenden Schlafen Ihren Tag. Sehen Sie bitte kein fern unmittelbar bevor Sie sich ins Bett begeben, sondern machen Sie eine halbe bis ganze Stunde vorher Schluss und führen Sie dann die Übung durch.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Über mich

Michael Kopper
Dipl.-Psych.
Traumatherapeut
HP Psychotherapie
Hypnosetherapeut
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