Traumatherapie und kausale Psychotherapie

Eine Therapie sollte mindestens so logisch sein,
wie die Logik des Problems...

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Gewalt in der Partnerschaft

Wenn der Partner zur Gewalt neigt, beginnt eine Beziehung gefährlich zu werden.

Insbesondere Kinder werden in dieser Situation Stressstörungen und Entwicklungsdefizite davon tragen, wenn sich die Gewalt in der Familie etabliert hat.

Meist handelt es sich bei gewalttätigen Partnern um Menschen mit ausgeprägten Persönlichkeitsstörungen, bei denen es kaum zu einer Verhaltensänderung kommen kann.

Angwandte Gewalt und psychische Gesundheit schließen sich meist aus.

Oft stehen bei Männern Borderline-Störungen bzw. emotional instabile Persönlichkeiten im Vordergrund.
Es handelt sich meist um recht intelligente und sozial kompetente Partner, bei denen von aussen kaum ein solches Verhalten auffällt.

Die Betroffenen sind dem Partner dann meist hilflos ausgeliefert, werden vom krankhaften Täter aber oft als schuldhaft an der Gewalt dargestellt.
Krankhafte Eifersucht, Stressstörungen, Suchtstörungen u. eigene Traumata könnn hierbei oft parallel beobachtet werden.

Wesentliches Merkmal der Persönlichkeitsstörung ist die Unfähigkeit des Täters, sein eigenes Verhalten ändern zu können bzw. als unangemessen wahrzunehmen.

Oft handelt es sich um einen Täter, den man sich wie zwei voneinander unabhängige Personen vorstellen kann.
Der eine Anteil erscheint stark hilfbedürftig und weist stark ausgeprägte Verlustangst auf, während der andere Anteil meist vollkommen unabhängig davon zerstörerische Aggressionen ausführt.
Die Täter verwechseln meist inneres Erleben und tatsächliche Sachverhalte, sodass es meist zu Erinnerungsverzerrungen kommt. Hierbei sind Teile der Erinnerung korrekt, andere Anteile entspringen dann der eigenen Bewertung und werden vom Täter als tatsächliche Erinnerungen wahrgenommen, die dann dessen Erlebniswelt Gewalt rechtfertigen können.

Es handelt sich dabei um eine kriminelle Logik bzw. um eine Gewaltlogik, die dem Opfer Schuld suggeriert.

Für die Opfer "normale" Äußerungen können vom Täter als Entwertung oder Angriff gedeutet werden, worauf entsprechend massive Reaktionen folgen.
Betroffene trauen sich im weiteren Verlauf oft kaum mehr Aussagen zu tätigen oder nach Hilfe bzw. Verständnis zu fragen und müssen auf der Hut sein, die Explosionen des Täters nicht "heraufzubeschwören".
Tatsächlich aber konstruiert der Täter bewusst oder unbewusst immer wieder Situationen in denen es dann zu Gewalt kommen kann.

Vor dem Gewaltausbruch redet sich der Täter zunächst "heiß", indem er getätigte Aussagen im Sinne der Gewaltlogik umdeutet. Spätestens hier sollte das Opfer reagieren und versuchen räumlichen Abstand zu gewinnen, da in dieser Phase jede Aussage das Verhalten des Täters noch weiter forciert.
Dies kann als Gewaltzwickmühle verstanden werden, da das Verhalten des Opfers am Ende doch wieder in der Eskalation endet und vom Täter gerechtfertigt wird.

Viele der Täter weisen solch starke Persönlichkeitsabspaltungen auf, dass sie sich im "Normalzustand" kaum an ihre Gewalttaten erinnern können, teilweise sogar ihr Verhalten bereuen und um Vergebung bitten.
Häufig kann es auch dazu kommen, dass das Opfer beschuldigt (Opferbeschuldigung) wird, wobei der gewalttätige Partner meist sich selbst als Opfer sieht.

Wichtig ist immer zu berücksichtigen, dass bei jeglicher Form von Gewalt immer der Täter als schuldig anzusehen ist, nicht das Opfer. Da Gewalt als Bewältigungsversuch ein nicht zu akzeptierendes Mittel ist.

Viele Täter weisen in der Vergangenheit eigene massive Gewalt- bzw. Beziehungstraumata auf, wodurch den Opfern immer wieder die Hilfsbedürftigkeit des Täters deutlich wird.
Dadurch geraten die Betroffenen in eine sogenannte Empathiefalle, bei der sie sich in der eigenen Opfersituation wünschen, dem Täter helfen zu können.
Die Täter weisen oft auch kindliche Anteile auf, die bei den betroffenen Frauen Mutterinstinkte auslösen. Die hohe Verantwortlichkeit und die Angst vor einem möglichen Suizid des Täters treiben die Betroffenen dann in die Empathiefalle.

Meist gelingt es den Betroffenen daher kaum aus einer solchen Beziehung auszubrechen, bis sich Freunde und Angehörige sich schließlich abwenden, im Unverständnis, dass das Opfer nicht in der Lage ist sich aus der Gewaltspirale zu befreien.

Den betroffenen Freunden gelingt es irgendwann nicht mehr, das eigene Spannungsfeld im Angesicht der Gewalt auszuhalten und geraten in eine stellvertretende Hilflosigkeit, der auch sie irgedwann nicht mehr gewachsen sind.

In einer solchen Situation ist es zunächst wichtig ein Verständnis für die Logik und Dynamik der Gewalt des Partners zu entwickeln um sich vor erneuten Gefahrensituationen schützen zu können.
Ziel ist daher in der ersten Phase zu verhindern, das die Situation weiter eskaliert.

In einer Intensivberatung kann dann schrittweise ein Konzept entwickelt werden, um zuächst das eigene Leid zu senken und Hilfen zu organisieren.

Nach einer ersten Einschätzung der Situation wird zunächst ein Notfallplan entwickelt, die den Betroffenen in der Situation helfen können soziale Signale zu senden, die einen akuten Gewaltausbruch verhindern können oder aber eine Attacke abwenden helfen.

Im zweiten Schritt soll dann eine Strategie zur langfristigen Veränderung der Sitaution erarbeitet werden, die weitere Gewalttaten verhindern können.

Schlussendlich kann es dann zur Therapie der eigenen erlebten Traumata kommen, mit dem Ziel auch präventiv Retraumatisierungen zu vermeiden.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Über mich

Michael Kopper
Dipl.-Psych.
Traumatherapeut
HP Psychotherapie
Hypnosetherapeut
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